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Die Augen besitzen den komplexesten Aufbau aller Sinnesorgane. Die Rezeptorzellen (125 Millionen Stäbchen für das Schwarz - Weiß - Sehen und 8 Millionen Zapfen für die Farberkennung) sitzen in der 0,1 bis 0,2 mm dicken Netzhaut (Retina), im Inneren des 24 mm im Durchmesser grossen Augapfels. Das Licht gelangt nach dem Einfall durch die Hornhaut, die Linse und den zu 99 % aus Wasser bestehenden Glaskörper zu den Rezeptoren. Zwischen der Hornhaut und der Linse befindet sich ein Hohlraum, die vordere Augenkammer. Diese Augenkammer ist mit einer Flüssigkeit - dem Kammerwasser - gefüllt, welche ständig erneuert wird. Um die Rezeptoren der Netzhaut herum liegen Pigmentzellen, (Zellen mit Farbstoffen). Ein Teil dieser Pigmentschicht - die Regenbogenhaut (Iris) - ist durch die durchsichtige Hornhaut sichtbar und für die Augenfarbe verantwortlich. Je weniger Farbstoff darin enthalten ist, um so heller ist die Augenfarbe. Babys aller Rassen werden mit blauen Augen geboren, die Farbe kann sich aber schon wenige Stunden nach der Geburt verändern. Blaue Augen werden im Alter durch Pigmentverlust noch heller. Drei Muskeln im Inneren des Augapfels können einerseits die Linsenkrümmung ändern, und damit den Schärfebereich auf „nahe“ oder „fern“ einstellen und andererseits das Loch in der Regenbogenhaut, die Pupille bei Dunkelheit erweitern und bei starkem Licht verengen. Jeder Augapfel wird von sechs äußeren Augenmuskeln bewegt und von einem Liderpaar vor Staub und zu starkem Lichteinfall geschützt. Eine eigene Drüse, die Tränendrüse, produziert täglich 1 - 2 Gramm Tränenflüssigkeit, die wie durch einen Scheibenwischer durch ca. 25.000 Lidschläge („Blinzeln“) pro Tag über die Hornhaut verteilt wird, um sie zu reinigen, feuchtzuhalten und zu ernähren. Am inneren Augenwinkel wird die Tränenflüssigkeit schließlich im Tränensack gesammelt und über den Tränennasengang in die Nasenhöhle abgeleitet. Die Informationen, welche die Rezeptorzellen, die Stäbchen und Zapfen aufnehmen, werden durch den Sehnerv in Richtung Gehirn transportiert. An der Stelle, an der der Sehnerv den Augapfel verläßt gibt es keine Rezeptoren in der Netzhaut. Diese Stelle bezeichnet man als den blinden Fleck. Die fehlenden Information dieser blinden Stelle wird vom Gehirn ergänzt, was allerdings zu entsprechenden führen kann. |
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